Ein toller Film

Lange habe ich nichts von mir hören lassen. Das liegt einfach daran, dass ich seit Dezember wieder in Deutschland an Land bin – da gibt es nicht viel zu berichten.

Natürlich war ich letzte Woche in Düsseldorf auf der “Boot” – ein Pflichttermin, wenn ich in Deutschland bin (letztes Jahr war ich ja zu dem Zeitpunkt auf den Kanaren). Es gab viele interessante Gespräche – unter anderem mit den Freunden der Marina di Cala del Sole, von Sebastiano erhielt ich das gedruckte Exemplar des Foto Book 2014. Wen’s interessiert: Unter dem Link kann man es herunterladen. Auf Seite 26 kann man Yours Truly beim Spleissen zusehen.

Was ich aber unbedingt erzählen möchte ist, dass ich gestern zum ersten Mal seit langem wieder im Kino war. Angeschaut habe ich mir

ALL IS LOST

Ein faszinierender Film. Die Geschichte ist eigentlich ganz einfach: Mitten auf dem Indischen Ozean wird ein Mann (Robert Redford) jäh aus dem Schlaf gerissen. Seine zwölf Meter lange Segelyacht hat einen im offenen Meer treibenden Schiffscontainer gerammt. Sein Navigations-Equipment und sein Funkgerät versagen in der Folge den Dienst, und er treibt mitten in einen gewaltigen Sturm hinein. In letzter Minute gelingt es dem Mann, das Leck in seinem Boot notdürftig zu flicken. Mit knapper Not überlebt er den Sturm dank seiner seemännischen Intuition und Erfahrung. Praktisch manövrierunfähig, treibt der Mann in seinem Boot auf hoher See. Seine letzte Hoffnung ist es, von der Strömung in eine der großen Schiffahrtsstrecken getrieben zu werden. Unter der unerbittlich sengenden Sonne sieht sich der sonst so selbstbewusste und erfahrene Segler mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert und kämpft einen verzweifelten Kampf ums Überleben…

Ich habe mir nicht vorstellen können, einen Film mit einem einzigen Schauspieler anzuschauen, der in 106 Minuten keine fünfzig Worte spricht, ohne das es langweilig wird. Weit gefehlt: Das Thema und die grandiose schauspielerische Leistung von Robert Redford hält einen von der ersten bis zur letzten Minute im Bann.

Kleine Detail sind seglerisch vielleicht nicht ganz richtig, aber das ist der Dramaturgie geschuldet. Ansonsten ist die Geschichte erstaunlich realistisch. Dennoch ist es nicht nur ein Segelfilm, sondern die unter die Haut gehende Schilderung eines menschlichen Dramas. Einmalig, wie man jede Rührung und jede Stimmung dennoch im fast unbeweglichen Gesicht von Robert Redford gespiegelt sieht. Die beste aller Ehefrauen wäre allein nie in einen solchen Film gegangen, war aber genauso begeistert wie ich.

Es ist für mich nicht normal, Werbung für einen Film zu machen, aber in diesem Fall kann ich jedem nur empfehlen, sich das anzuschauen.

Ansonsten bin ich bis März erst mal an Land, danach gibt’s dann wieder regelmäßig Blogs.

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