Komm mit auf Törn

Heute mal ein Kurzpost ohne Fotos.

Immer wieder melden sich liebe Menschen bei mir, die gerne (wieder einmal mit mir auf See gehen wollen. Für diese Zeitgenossen poste ich hier mal meine Termine für 2019, soweit dort noch Plätze frei sind.

Datum

Dauer

Ort

Törn

18.05.19

3x je 1 Woche

Rügen

Wochentörns nach Dänemark/
Schweden/Polen

06.07.19

4x je 1 Woche

Rügen

Wochentörns nach Dänemark/
Schweden/Polen

31.08.19

3x je 1 Woche

Rügen

Wochentörns nach Dänemark/
Schweden/Polen

05.10.19

1 Woche

Rostock

Warnemünde – den Helder

12-10.19

2 Wochen

den Helder

den Helder – La Coruna über Nordsee
Kanal/Biskaya

26.10.19

2 Wochen

La Coruna

La Coruna – Lissabon –  Madeira

09.11.19

1 Woche

Madeira

Madeira – La Palma – Gran Canaria

23.11.19
(Anreise früher)

4 Wochen

Las Palmas

ARC 2019 nach Saint Lucia

Ich bin noch noch mehr unterwegs, aber da ist entweder alles ausgebucht oder es sind Ausbildungstörns, wo ich Führerscheinausbildung mache.

Wer also Lust hat, auf einem dieser Törns den Segelwolf zu begleiten, meldet sich bei mir über segelwolf (ät)gmx.de. Ich leite das dann an den entsprechenden Veranstalter weiter.

Wer Fragen hat, kann mich auch gerne anrufen (sofern er meine Nummer hat) oder mir eine Mail schicken. Kontakt geht natürlich auch über Facebook, WhatsApp, Telegram oder Instagram.

Ich freue mich auf Eure Meldungen!

Karibik – abseits der ausgetretenen Pfade

Im Januar / Februar war ich in der Karibik unterwegs. Über das Segeln gibt es nicht soo viel zu berichten, aber über einige interessante Gegenden gibt es doch ein wenig zu berichten. Manches, was wir gesehen haben, hat uns so beeindruckt, dass wir gerne nochmal hinfahren wollen. Es gibt aber auch in der Karibik Ländern, die es einem schwer machen, sie zu mögen.

Gestartet sind wir in Sint Maarten, der Insel, die sonst für viele nicht der Startpunkt, sondern der Endpunkt ist. Meistens kommt man dann von Saint Lucia oder Martinique und anschließend über Guadeloupe.

Wir wollten aber diesmal in die andere Richtung, das heißt es ging zwei Wochen fast ausschließlich nach Westen.

Vorm Auslaufen bin ich beinahe noch im Karibenknast gelandet, weil es ein Problem mit dem Ausklarieren gab. Da merkt man, wie gut es uns in Europa geht, wo diese Schranken ja kaum  noch existieren. Nach einer durchsegelten Nacht kamen wir am nächsten Tag in den British Virgin Islands an. Das ist nun wirklich, wie “Klein Fritzchen” sich die  Karibik vorstellt. Wunderschöne bewaldete Inseln und Strände, wie sie schöner kaum sein können.

 

Ein Inselchen hatte es uns besonders angetan, weil es in den entsprechenden Reiseführern ziemlich berühmt ist: Sandy Spit. Ein winziges Inselchen, bestehend ausschließlich aus blendend weißem Sand und darauf nichts als zwei Palmen. Logischerweise eines der beliebtesten Fotomotive der Karibik.

Ihr fragt Euch, wo denn die zwei Palmen sind? Leider hat der letzte Hurrican sie abgeholzt. Man hat zwar wieder neue gepflanzt, aber die sind gerade mal weniger als einen halben Meter hoch. Trotzdem ist es ein wunderschöner Ausflug, das Mini-Inselchen mit dem Schlauchboot zu erkunden. Da oben hinten in der Mitte ankert unser Schiff. Man muss da schon gut aufpassen – mit einem Katamaran mit weniger Tiefgang kann man fast überall viel dichter heranfahren.

Aber auch dies Paradies sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Paradies. Schaut man genauer hin, findet man zum Beispiel das

oder das

Im Jahr 2017 führten die Hurrikans Irma und Maria zu katastrophalen Zerstörungen, von denen sich die Inseln immer noch nicht erholt haben. Der Tourismus – selbst der Segeltourismus – kommen nur sehr langsam wieder in Gang. Viele Marinas und viele Sehenswürdigkeiten sind immer noch nicht wieder restauriert oder wiederaufgebaut. Ich fuhr auf der BVI-Insel St. Peter mit dem Taxi und hörte im Radio eine Parlamentsdebatte. Das große Problem, mit dem sich das Parlament beschäftigte, war der riesige Mangel an Arbeitskräften. Fehlende Bauarbeiter sind mit Abstand das größte Hindernis für den Wiederaufbau. Denn selbst, wenn aus den verschiedensten Quellen genug Geld für den Aufbau da ist – wenn niemand da ist, der die Arbeit leisten kann, läuft halt nix. Natürlich kann man  Arbeiter aus dem Ausland importieren, genügend bieten sich schon an. Aber wie wird man die auf so einer kleinen Insel nach dem Wiederaufbau wieder los? Schließlich leben auf den Inseln nur 28.000 Menschen – und sehr viel mehr Platz ist auch nicht.

Man muss sich das einmal vorstellen: Die Schäden durch die beiden Stürme betrugen auf diesen kleinen Inseln ca. 3,6 Mrd. Dollar – das entspricht etwa dem vierfachen des Bruttoinlandsproduktes! Es versteht sich von selbst, dass der Wiederaufbau allerhöchste Priorität hat, schließlich hängt fast die gesamte Wirtschaft vom Tourismus acht. Ob Ihr’s glaubt oder nicht: Der größte Wirtschaftszweig der BVI ist das Verchartern von Yachten!

Es sind noch lange nicht alle Charterflotten in alter Stärke vorhanden – unser Vorteil, dass es überall noch einigermaßen leer war. Deshalb sahen wir solche Bilder wie diese:

Leider hatten wir für dieses wunderschöne Fleckchen Erde viel zu wenig Zeit, da wir ja noch fast 800 Seemeilen vor uns hatten. Für ein Bad im Meer reichte die Zeit aber schon noch. Normalerweise findet man auf meinem Blog ja nie Bilder der Crew, damit ich keinen Ärger wegen der Persönlichkeitsrechte bekomme, aber bei diesem Foto kann man ja wohl mal eine Ausnahme machen.

Danach machten wir uns auf die Socken und segelten durch die Nacht weiter nach Westen, Richtung Hispaniola und der Dominikanischen Republik. Ich glaube, man sieht mir an, dass ich gern noch da geblieben wäre, oder?

Es ging dann zügig weiter Richtung Westen. Erst einmal ließen wir die US Jungferninseln rechts liegen (Für das US-Amerikanische Visa-Gedöns hatten wir alle keinen Nerv) und auch an Puerto Rico (gleiches Thema) und fuhren in die Dominikanische Republik, nach Boca Chica. Das ist eine Marina in der Nähe der Hauptstadt.

Santo Domingo ist segelmäßig nichts außergewöhnliches. Es hält sich aber wohl dafür. Einen anderen Grund kann ich mir jedenfalls nicht dafür vorstellen, dass dieses Land die für bisher kompliziertesten Ein- und Ausreiseprozeduren für Segler hat, die ich jemals erlebt habe. Selbst mein Besuch per Yacht in Russland war einfacher und auch preiswerter. Man muss sich mal vorstellen,dass allein das Ein- und Ausklarieren für uns 320 Dollar für einen Aufenthalt von gut 36 Stunden gekostet hat – und da sind noch nicht mal die Liegeplatzgebühren enthalten.

Die Marina ist nichts besonderes – nur die Aufbewahrungsmethode für kleinere Boote dürfte wohl kaum einem Wirbelsturm standhalten, oder?

 

Abends bretterten dann die Einheimischen entweder auf ihren Wassermotorrädern oder ihren kleinen Kajütbooten bei uns mit voll aufgedrehtem Lautsprecher vorbei und veranstalteten in der Laguna Party. So einen Lärm waren wir nicht mehr gewöhntAnnoyed

Wenigstens haben wir auf Empfehlung meines Bruders (der dort teilweise lebt) ein schönes Strandrestaurant gefunden, das auch auch ganz kuschelig beleuchtet war.

Eine faszinierende Stadt ist Santo Domingo, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik und die älteste Stadt in den westindischen Inseln. Gegründet vom Bruder des Christoph Columbus ist sie heute eine riesige Agglomeration von fast vier Millionen Einwohnern. Wir hatten einige Stunden Zeit, ein bisschen die Altstadt zu erkunden. Mich hat da nicht so sehr die Architektur interessiert (sehr viel ganz altes sahen wir nicht, das mag den vielen Wirbelstürmen geschuldet sein), die Menschen sind es, die eine Stadt liebenswert machen. MAn sieht viele Kinder, und überall gibt es Musik auf der Straße, und das nicht für die Touristen, sondern die Leute machen das für sich, weil sie Spaß daran haben. Dasselbe sah man z.B. später auch auf Cuba (und übrigens nicht auf Jamaica, was uns sehr enttäuscht hat).

So ein paar Impressionen der Stadt wollte ich Euch aber doch nicht vorenthalten, wie zum Beispiel diese Figuren, die überall in der Fußgängerzone herumstanden

Es gab schöne alte Häuser…

und schöne neuere Häuser…

Aber im großen und ganzen waren wir dann doch froh, wieder auf See zu sein und neuen Ufern entgegenzufahren.

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Wie es dann weiterging, erfahrt Ihr im übernächsten Post.

So stay tuned!

Wer will mit in die Karibik?

Liebe Blogleser und Freunde,

Heute in zwei Wochen bin ich ja bereits schon wieder zurück in der Karibik. Auf Sint Maarten übernehme ich wieder einmal die Sea Change II . Der erste Blauwassertörn über die Dominikanische Republik nach Kuba ist ziemlich voll, aber für die vierzehn Tage danach haben wir noch ein paar freie Plätze. Wie wäre es also kurzfristig mit einem Törn in der Karibik auf einer komfortablen Bavaria 55 Cruiser?

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Los geht es am Samstag, den 27. Januar 2019 auf Kuba, und zwar in der Stadt Santiago de Cuba. Wir werden zwei wunderschöne Wochen an Kubas Küste bummeln, Abends Salsamusik hören und versuchen, alle Rekorde im Hummeressen zu brechen.

Na, wär das was? Der Törn wird am 08. Februar wieder in Santiago de Cuba enden. Es bietet sich an, vorher oder nachher noch ein paar Tage auf dieser wunderschönen Insel zu verbringen. Übrigens: Condor fliegt zweimal in der Woche direkt von Frankfurt nach Santiago, und über Havanna auf der anderen Seite der Insel kommt man praktisch jeden Tag nach Santiago.

Interessiert? Dann bucht auf der website der Sea Change oder schickt eine Mail an segelwolf(at)gmx.de und ich vermittle weiter.

ICh würde mich freeuen, noch mehr Freunde auf diesem Törn zu sehen.

Bis denn dann!

Nach Süden, bis die Butter schmilzt, dann rechts rum und zwei Wochen geradeaus!

 

Den nachstehenden Blog habe ich schon vor einer Woche geschrieben – allerdings konnte ich ihn in der Karibik nicht auf WordPress hochladen, da er wegen einer “obskuren IP-Adresse in einem Drittland” geblockt wurde. Deswegen erst jetzt, wo ich seit gestern Abend wieder zuhause bin.

Euch allen wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr. – Und nun geht’s los:

 

Vor drei Tagen sind wir nach 19 Tagen und acht Stunden und 2.977 Seemeilen in Rodney Bay auf der wunderschönen Karibikinsel Saint Lucia eingelaufen. Meine dritte ARC-Atlantiküberquerung war bisher die vom Wetter her absolut beste. Wir hatten geradezu einen “Lehrbuch-Passat”, der die ganze Zeit konstant aus Ost bis Nordost mit 18-25 Knoten blies und uns eine vier Tage schnellere Reise als letztes Jahr ermöglichte.

Aber von Anfang an:

Übernommen hatte ich das Schiff ja diesmal in La Coruna in Nordspanien, von wo wir dann die spanische und portugiesische Küste hinunter bis Cascais bei Lissabon herunterfuhren, dann weiter nach Madeira und von dort – weil das vom Wind her dieses Jahr passte – nach La Palma fuhren. Dort hatte ich Gelegenheit, endlich einmal Federico persönlich kennenzulernen, der dort nicht nur der örtliche Stützpunkt von “Trans Ocean” ist und alle deutschsprachigen Segler mit ihren Problemen und Wehwehchen betreut, sondern außerdem – genau wir ich – einer der “Net Controls” ist, die per Amateurfunk alle funkelnden deutschsprachigen Segler auf der Welt mit Informationen, Wetter und sonstigen Dienstleistungen versorgt. Ich mache da ja nur ein bisschen, weil ich noch so viel unterwegs bin, aber Federico ist eine große Stütze für beide Segler-Organisationen. Großes Lob dafür!

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Das Wetter auf diesem ersten Teil war gemischt, wurde aber natürlich immer besser, je weiter wir nach Süden kamen, zuerst hatten wir noch Sonne und Regen gleichzeitig, wie man hier wunderschön sieht.

 

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Unterwegs gab’s dann in Fischereikooperativen gelegentlich mal richtig guten Fisch, aber noch besser ist er halt, wenn selbst gefangen und extrem frisch auf den Tisch.

 

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Am 18.11. waren wir dann in Las Palmas: Crew-Wechsel, die ARC-Mitsegler trudelten im Laufe der kommenden Woche so langsam ein und ich hatte noch allerhand zu tun, bis das Schiff so weit war, die ARC-Sicherheitsinspektion zu überstehen. Da ich das alles ja schon ein paar Mal erlebt hatte und die ARC-Leute alle schon kannte, ging das dann letztendlich prima vonstatten. Aber wer das nachstehende Bild einmal genau studiert, sieht schon, dass da nichts dem Zufall überlassen und alles extrem genau überprüft wird.

 

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Nebenbei gab es natürlich die üblichen Festivitäten. So viel habe ich diesmal da nicht fotografiert. Wen’s ausführlicher interessiert, schaue in meinem Blog vom letzten und vom vorletzten November nach, da habe ich viel ausführlicher berichtet. Erwähnenswert ist hauptsächlich das alljährliche große Kostümfest, diesmal mit dem Motto “ A Night in Rio”. Wir hatten uns als Crew mit T-Shirts mit unserem Schiffsnamen und einer schönen brasilianischen Irokesen-Perücke gewandet und landeten damit immerhin beim Wettbewerb um das schönste Mannschaftskostüm auf dem zweiten Platz.

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Wie üblich gab es dann auch die große Parade aller über dreißig teilnehmenden Nationen mit anschließender Flaggenhissung, was immer ein tolles Schauspiel für alle Teilnehmer, aber auch für alle “normalen” Touristen in Las Palmas ist.

 

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Aber irgendwann ist es auch genug mit dem Rummel, und man will eigentlich nur noch los, auf die Hohe See, wo das Boot ja letzten Endes auch hingehört.

 

Letzter Akt war das große Skipper-Briefing. Dabei habe ich es mit diesem Foto sogar auf die ARC-Webseite geschafft:

 

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Vom Start hab ich dies´mal keine Fotos, das Herausfahren aus dem Hafen und bis zur Startlinie mit über 200 Yachten und den vielen Begleitschiffen erfordert höchste Konzentration, um nicht mit irgend jemandem zusammen zu rasseln.

Ein Blick auf meinen AIS-Bildschirm mit den Signalen der teilnehmenden Boote im Startfeld gibt aber doch einen Eindruck davon.

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Irgendwann kehrte dann aber doch die Hochsee-Ruhe ein, wir konnten den Spinnaker setzen und bei leichten Winden auf die große Reise und in der erste Nacht gehen.

 

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Ach ja, was ich noch vergessen habe: Wie üblich haben wir Berge von Lebensmitteln eingekauft und verstaut – wieder mit genauer Stauliste und einem Staumeister, damit man was wieder findet. Wen’s genauer interessiert, schaue bitte wieder im Blog November 2017 nach. Hier nur einmal ein Foto unserer traditionellen Obstaufbewahrung für die heißen Gewässer:

 

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Ja, und die klassische Atlantik-Abendstimmung sieht dann so aus:

 

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Und so verging dann ein Tag wie der andere. Teilweise haben wir eine Woche lang überhaupt nichts an der Segelstellung geändert und sind einfach nur tausend Seemeilen immer geradeaus gefahren. Natürlich baut man dann auch kleine Highlights ein. Z.B. gab es beim “Bergfest” ausnahmsweise eine Flasche Sekt für die Crew oder am 6. Dezember überraschte ich die Mannschaft mit einem Stollen.

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Mit dem Spinnaker konnten wir leider nur ganz kurz segeln, da uns am Spinnakerbaum ein Beschlag gebrochen war. Wir konnten ihn zwar noch so weit reparieren, dass wir damit mit ausgebaumter Genua segeln konnten, aber an weiteres Spinnakersegeln war nicht zu denken.

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und hier dann das fertige Ergebnis:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nachstehende Bild war praktisch wochenlang das, was wir auf unserem Navigationsinstrument unverändert sagen: Wind mit 5 Beaufort aus Osten, Kurs fast genau West (nicht irre machen lassen: Auf der Mitte des  Atlantik beträgt die Missweisung fast vierzehn Grad und sieben Knoten und mehr Geschwindigkeit. Unser bestes Etmal (also die zurückgelegte Strecke von 12 Uhr bis 12 Uhr am nächsten Tag) betrug 173 Seemeilen, das entspricht einem Schnitt von 7,3 Knoten über die vollen 24 Stunden!

 

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Wenn das Segeln dann so wunderschön eintönig st (herrliche Sternennächte, eine wunderschöne 4 Meter-Atlantikwelle von achtern usw.) freut man sich auch schon mal über Kleinigkeiten, die Abwechslung bringen. Zum Beispiel die wunderschönen Sonnenuntergänge auf der Hohen See:

 

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Oder wie wäre es denn mal  mit lagernden und keimenden Zwiebeln?

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Zum Schluss einfach noch mal einige Impressionen von Blauwassersegeln in seiner schönsten Form. Alles weitere kommt dann erst, wenn ich Weihnachten wieder zuhause bin. Jetzt ist erst einmal weiteres Feiern in der KAribik angesagt – der Rumpunsch wartet!

 

So stay tuned!

 

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Es geht wieder los – ab morgen wieder über den Großen Teich

 

Die letzte Woche habe ich in Las Palmas geschraubt, gebastelt, repariert, Ausrüstung gekauft und unsere “Baltica” für die anstehende Atlantiküberquerung vorbereitet. Meine Crew ist schon seit einigen Tagen da und hat mir dabei sehr geholfen. Das hier ist unser Schiff:

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Eine Bavaria 51 Cruiser, dasselbe Modell wie letztes Jahr, nur funkelnagelneu.

Wie immer gab es aber noch einiges zu basteln, bis das Boot so war, wie ich es mir vorstelle:

Wolf Handwerk

Wie im letzten Jahr lade ich Euch ein, meine Reise in die Karibik zu verfolgen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Ich würde mich freuen, wenn viele von Euch uns verfolgen würden. Eine weitere interessante Informationsquelle ist die Facebook-Seite der ARC. Dort werden auch gelegentlich von unterwegs Logbuch-Berichte erscheinen.

Damit melde ich mich erstmal für die nächsten drei Wochen ab. Bleibt mir gewogen und schaut gelegentlich mal herin.

Euer Segelwolf

Wieder unterwegs und noch Plätze frei

Endlich bin ich wieder auf dem Atlantik unterwegs!

Das kalte Wetter, das uns noch von La Coruna in Nordspanien bis nach Lissabon begleitet hat, haben wir nun hinter uns gelassen. Ich bin auf dem Weg nach Gran Canaria, wo ich mich in vierzehn Tagen der ARC anschließen und in die Karibik fahren werde.

Inzwischen liege ich bei schönstem Wetter in der Marina Quinta do Lorde auf Madeira. Heute ist Crew-Wechsel-Tag und ich erwarte meine neue Besatzung.

Die Marina Quinta do Lorde liegt wunderschön gelegen an der äußersten Ostspitze der Insel. Ein Crew-Mitglied ist heute den Berg hochgestiefelt und hat das nachstehende Foto gemacht:

 

Quinta

 

 

Leider heißt ja Hochsee-Skippern auch schrauben an den schönsten Plätzen der Welt Annoyed, also hier mal ein Bild davon: Abdichtung von Undichtigkeiten in der Segellast, die zu Salzwasser in der Bilge geführt haben.

Wolf Handwerk

 

Wieder Plätze frei in der Karibik

Leider haben ein Freund und seine Freundin aus Krankheitsgründen ihre Teilnahme an unserem Streckentörn St. Maarten nach Santiago de Cuba absagen müssen. Also ist auf der Sea Change II wieder eine Kabine frei geworden. Ihr erinnert Euch vielleicht: Der Törn geht über 800 Seemeilen vom 12.01. – 26.01. 2019, und das zu zivilen Preisen Smile. Wer also Lust auf wunderschönes Passatwind-Hochseesegeln in der Karibik hat, mag sich bei mir unter segelwolf@gmx.de melden. Ich verspreche zwei tolle Wochen auf einem prima Schiff und mit netten Menschen!

Morgen geht es dann weiter nach La Palma, dann berichte ich mehr.

So stay tuned!

 

Termin-Update Segelreisen

Im Moment bin ich gerade mal für drei Wochen zuhause, um allerhand zu regeln, was so anfällt, wenn ich auf See bin.

Den Sommer über war ich viel auf der Ostsee unterwegs. Da gibt es nicht viel interessantes zu berichten, SKS-Ausbildungstörns sind halt nicht so von allgemeinem Interesse – und auch zum 15. Mal nach Klintholm oder Swinemünde auch nichtBe right back.

Eine interessante Sache ist aber doch passiert – in den nächsten Tagen berichte ich darüber. Leider muss ich vorher noch ein paar technische Probleme lösen – mein Laptop hat seinen Geist aufgegeben, und ich muss aus ihm erst noch ein paar Daten herauskitzeln, wogegen sich die Festplatte im Moment noch wehrt.

Heute gibt es vorab wieder mal ein Update meiner Törns, auf denen noch Plätze frei sind:

Für Kurzentschlossene:
27.12. – 10.11. La Coruna – Madeira:
Hier sind noch ein bis zwei Plätze frei.

Die anschließenden Törns:

  • Madeira – Gran Canaria
  • Gran Canaria – St. Lucia/Martinique
  • St. Martin – Santiago de Cuba

sind alle ausverkauft. Frei ist noch:

26.01. – 09.02.2019:
Mitsegeln an Kubas Küste
(Ausgangs- und Endort ist Santiago de Cuba)

09.02.-23.02.2019
Entlang der Küste von Kuba
Santiago de Cuba nach La Havanna (Punta Sotavento)

23.02.-09.03.2019
Von Havanna nach Nassau/Bahamas

Wie Immer: Wer Lust hat mitzusegeln, meldet sich bei mir auf segelwolf at gmx.de und wird von mir dann an den jeweiligen Veranstalter weiter geleitet.

Ach übrigens: Die Zahl der “Wiederholer” wird immer größer. Auf dem 800 Meilen-Törn St. Martin – Cuba im Januar sind fünf der sechs Mitsegler solche Wiederholer – und der sechste wírd von einem solchen mitgebracht. So was freut mich sehr.

So, das war seit langem mal ein Blog ohne Photos. Ich verspreche Euch, der nächste entspricht dann wieder dem gewohnten Standard.

So stay tuned!

…und das Beste zum Schluss: Transatlantik–der Film

Noch einmal geht es um die ARC 2017.

Ein Crewmitglied schneidet seit Monaten an einem abendfüllenden Film über unsere Reise im letzten Winter. Den ganzen Film kann ich Euch natürlich schlecht auf meinem Blog vorführen, aber den hervorragend gelungenen kurzen “Teaser” möchte ich Euch keinesfalls vorenthalten.

Ich möchte Euch einladen, mir Kommentare zu diesem Film zukommen zu lassen, die ich an den Autor weiterleiten werde, der sich darüber sicher sehr freuen wird.

Viel Spaß also mit “Transatlantik unter bunten Segeln”

Nächste Woche fliege ich nach Lissabon und übernehme ein Schiff für meine nächste Reise.

So stay tuned

Segelwolfs Tourenplanung

Man glaubt es kaum:Ich habe im März/April 2018 einen kompletten Törn von über 2.600 Seemeilen gefahren, ohne ein einziges Foto zu machen!

Warum? Mir war einfach nicht danach. Schaut Euch mal das kurze Video an, das ein Crewmitglied gedreht hat, dann wisst ihr, warumFreezing:

Losgefahren bin ich in Puerto de Mogán auf Gran Canaria, da ging’s noch – obwohl 19 Grad für Gran Canaria um die Jahreszeit auch schon zu kalt war. Und von da an wurde es von Tag zu Tag kälter. In Madeira hatten wir dann nur noch 14 Grad, aber das war jo noch warm! Atlantik, Biskaya, Englischer Kanal –jeden Tag wurde es kälter. Der Tiefpunkt war dann in Boulogne-sur-mer in Frankreich erreicht, als wir dort morgens um sieben bei 2 Grad (ZWEI !!!) Celsius losfuhren. Dan fragt man sich gelegentlich, was tu ich hier eigentlich…

Aber es gibt natürlich auch schöne Reisen in die Wärme, und über die wollen wir heute reden. Ausgebucht bin ich als Skipper bereits bis in das Frühjahr 2019! Heute schreibe ich mal kurz auf,  bei welchen Törns mit dem Segelwolf als Skipper noch Plätze frei sind:

16.05.18 – 26.05.18 Malaga – Cartagena – Mallorca
09.06.18 – 30.06.18 Wochentörns in die Dänische Südsee bzw. SKS-Ausbildung ab Kiel
07.07.18- 04.08.18 Wochentörns nach Dänemark, Schweden oder Polen ab Rügen
22.09.18 – 06.10.18 Wochentörns nach Dänemark, Schweden oder Polen ab Rügen
27.10.18 – 10.11.18 La Coruna – Lissabon – Madeira
10.11.18 – 17.11.18 Madeira – Las Palmas
09.02.2019 – 23.02.2019 SW-Küste Kuba –NO-Küste Kuba
23.02.2019 09.03.2019 Kuba – Nassau / Bahamas

Ich bin schon noch eine Reihe weiterer Törns unterwegs –aber die sind alle schon ausgebucht.

Wer also wieder einmal den Segelwolf begleiten möchte, meldet sich am besten bei mir unter www.segelwolf(at)gmx.de und ich leite die Anfrage dann an den entsprechenden Veranstalter weiter. – Ich freue mich immer ganz besonders, wenn Wiederholer wieder mit mir fahren,  auf den nächsten Törns sind es gleich mehrere.

Also überlegt Euch, was Euch interessieren könnte. Wenn nicht: bleibt hier im Blog und erfahrt, was wir alles so unterwegs erleben.

So stay tuned!

Der Rest: Impressionen aus St. Lucia

Nachdem wir ja drei Wochen “trocken” über’s Meer gereist waren, standen jetzt einmal andere Dinge im Vordergrund, z.B. diese hier:

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Zum Feiern gab es genug Gelegenheiten, teil einfach so privat, teils organisiert durch die ARC, wie z.B. dieser Ausflug per Katamaran in einen Nachbarort zu einem dort stadtfindenden kleinen Festival.

Schon auf dem Kat gab es Rum Punch gratis in rauen Mengen, sozusagen zum “vorglühen”.

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Nach dem Dunkelwerden legten wir dann direkt in der Feierzone des Ortes an und wurden sofort in die faszinierende Atmosphäre des feiernden Städtchens hineingezogen. Sicher waren wir die Touristen, für die das –zumindest teilweise – ja veranstaltet wird. Aber genauso viel Spaß hatten die Leute aus St. Lucia an der Party.

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Als erstes verlegte uns eine veritable Steelband den Weg, die ziemlich fette Musik machte.

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Ein Mitsegler nahm das auf Video auf, nicht einfach bei dem vielen Rumgeschubse.

Dazu gibt’s dann noch ein paar Fotos, das Ganze ist ja schon reichlich exotisch, macht aber viel Spaß.

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… und noch ein paar:

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Neben allerlei Essen und trinken kann man auch alles mgliche kaufen. Entweder direkt, sozusagen beim Hersteller in der Fabrik Be right back

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Oder im Laden, der eigentlich ein kleines  Kaufhaus ist, wenn auch mit Technik , die ich in Deutschland das letzte Mal als kleines Kind in den 50ern des vorigen Jahrhunderts gesehen habe.

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Es gab eine Art karibischer Karneval, klein aber nett gemacht – und auch hier sah man mehr Einheimische als Touristen unter den Zuschauern.

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Mädels mit knappen Höschen auf Stelzen sieht man ja auch nicht alle Tage…

Und weil das ja alles in der Bewegung interessanter ist (man beachte die Feuerschlucker) hab ich hier nochmal zwei Videos:

und als letztes:

Spät abends (und nicht mehr ganz nüchtern) ging es dann mit dem Katamaran wieder zurück nach Rodney Bay. Am nächsten Morgen haben wir einen Ausflug in die Hauptstadt gemacht. Fotografiert hab ich da nicht. Wer will, kann das alles hier nachlesen, was ich darüber bei der letzten ARC geschrieben habe.

Unseren Abschiedsabend verbrachten wir in einem Restaurant, das ich noch aus dem letzten Jahr kannte, einem leckeren Grillabend folgte dann noch reichlich Party mit lauter Musik auf der Dorfstraße.

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Danach reiste er erste Teil ab. Ich habe das Schiff noch 25 Seemeilen hinüber nach Martinique gefahren und dort meinem Nachfolger übergeben. Dann ging es mit einem Haufen Gepäck (leider musste ich reichlich Übergepäck zahlen…) über Paris nach Hamburg, wo ich dann am 23. Dezember nachmittags gerade noch rechtzeitig für Weihnachten nach fast drei Monaten auf See eintraf.

Danach waren erst einmal gut zweieinhalb Monate an Land angesagt – die brauchte ich aber auch.

Aber: Nach dem Törn ist vor dem Törn – und wenn ich es so recht bedenke, bin ich bereits bis zum Frühjahr 2019 ausgebucht, es kommen also noch reichlich Reiseberichte auf Euch zu.

So stay tuned!