Wer will mit in die Karibik?

Liebe Blogleser und Freunde,

Heute in zwei Wochen bin ich ja bereits schon wieder zurück in der Karibik. Auf Sint Maarten übernehme ich wieder einmal die Sea Change II . Der erste Blauwassertörn über die Dominikanische Republik nach Kuba ist ziemlich voll, aber für die vierzehn Tage danach haben wir noch ein paar freie Plätze. Wie wäre es also kurzfristig mit einem Törn in der Karibik auf einer komfortablen Bavaria 55 Cruiser?

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Los geht es am Samstag, den 27. Januar 2019 auf Kuba, und zwar in der Stadt Santiago de Cuba. Wir werden zwei wunderschöne Wochen an Kubas Küste bummeln, Abends Salsamusik hören und versuchen, alle Rekorde im Hummeressen zu brechen.

Na, wär das was? Der Törn wird am 08. Februar wieder in Santiago de Cuba enden. Es bietet sich an, vorher oder nachher noch ein paar Tage auf dieser wunderschönen Insel zu verbringen. Übrigens: Condor fliegt zweimal in der Woche direkt von Frankfurt nach Santiago, und über Havanna auf der anderen Seite der Insel kommt man praktisch jeden Tag nach Santiago.

Interessiert? Dann bucht auf der website der Sea Change oder schickt eine Mail an segelwolf(at)gmx.de und ich vermittle weiter.

ICh würde mich freeuen, noch mehr Freunde auf diesem Törn zu sehen.

Bis denn dann!

Nach Süden, bis die Butter schmilzt, dann rechts rum und zwei Wochen geradeaus!

 

Den nachstehenden Blog habe ich schon vor einer Woche geschrieben – allerdings konnte ich ihn in der Karibik nicht auf WordPress hochladen, da er wegen einer “obskuren IP-Adresse in einem Drittland” geblockt wurde. Deswegen erst jetzt, wo ich seit gestern Abend wieder zuhause bin.

Euch allen wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr. – Und nun geht’s los:

 

Vor drei Tagen sind wir nach 19 Tagen und acht Stunden und 2.977 Seemeilen in Rodney Bay auf der wunderschönen Karibikinsel Saint Lucia eingelaufen. Meine dritte ARC-Atlantiküberquerung war bisher die vom Wetter her absolut beste. Wir hatten geradezu einen “Lehrbuch-Passat”, der die ganze Zeit konstant aus Ost bis Nordost mit 18-25 Knoten blies und uns eine vier Tage schnellere Reise als letztes Jahr ermöglichte.

Aber von Anfang an:

Übernommen hatte ich das Schiff ja diesmal in La Coruna in Nordspanien, von wo wir dann die spanische und portugiesische Küste hinunter bis Cascais bei Lissabon herunterfuhren, dann weiter nach Madeira und von dort – weil das vom Wind her dieses Jahr passte – nach La Palma fuhren. Dort hatte ich Gelegenheit, endlich einmal Federico persönlich kennenzulernen, der dort nicht nur der örtliche Stützpunkt von “Trans Ocean” ist und alle deutschsprachigen Segler mit ihren Problemen und Wehwehchen betreut, sondern außerdem – genau wir ich – einer der “Net Controls” ist, die per Amateurfunk alle funkelnden deutschsprachigen Segler auf der Welt mit Informationen, Wetter und sonstigen Dienstleistungen versorgt. Ich mache da ja nur ein bisschen, weil ich noch so viel unterwegs bin, aber Federico ist eine große Stütze für beide Segler-Organisationen. Großes Lob dafür!

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Das Wetter auf diesem ersten Teil war gemischt, wurde aber natürlich immer besser, je weiter wir nach Süden kamen, zuerst hatten wir noch Sonne und Regen gleichzeitig, wie man hier wunderschön sieht.

 

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Unterwegs gab’s dann in Fischereikooperativen gelegentlich mal richtig guten Fisch, aber noch besser ist er halt, wenn selbst gefangen und extrem frisch auf den Tisch.

 

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Am 18.11. waren wir dann in Las Palmas: Crew-Wechsel, die ARC-Mitsegler trudelten im Laufe der kommenden Woche so langsam ein und ich hatte noch allerhand zu tun, bis das Schiff so weit war, die ARC-Sicherheitsinspektion zu überstehen. Da ich das alles ja schon ein paar Mal erlebt hatte und die ARC-Leute alle schon kannte, ging das dann letztendlich prima vonstatten. Aber wer das nachstehende Bild einmal genau studiert, sieht schon, dass da nichts dem Zufall überlassen und alles extrem genau überprüft wird.

 

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Nebenbei gab es natürlich die üblichen Festivitäten. So viel habe ich diesmal da nicht fotografiert. Wen’s ausführlicher interessiert, schaue in meinem Blog vom letzten und vom vorletzten November nach, da habe ich viel ausführlicher berichtet. Erwähnenswert ist hauptsächlich das alljährliche große Kostümfest, diesmal mit dem Motto “ A Night in Rio”. Wir hatten uns als Crew mit T-Shirts mit unserem Schiffsnamen und einer schönen brasilianischen Irokesen-Perücke gewandet und landeten damit immerhin beim Wettbewerb um das schönste Mannschaftskostüm auf dem zweiten Platz.

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Wie üblich gab es dann auch die große Parade aller über dreißig teilnehmenden Nationen mit anschließender Flaggenhissung, was immer ein tolles Schauspiel für alle Teilnehmer, aber auch für alle “normalen” Touristen in Las Palmas ist.

 

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Aber irgendwann ist es auch genug mit dem Rummel, und man will eigentlich nur noch los, auf die Hohe See, wo das Boot ja letzten Endes auch hingehört.

 

Letzter Akt war das große Skipper-Briefing. Dabei habe ich es mit diesem Foto sogar auf die ARC-Webseite geschafft:

 

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Vom Start hab ich dies´mal keine Fotos, das Herausfahren aus dem Hafen und bis zur Startlinie mit über 200 Yachten und den vielen Begleitschiffen erfordert höchste Konzentration, um nicht mit irgend jemandem zusammen zu rasseln.

Ein Blick auf meinen AIS-Bildschirm mit den Signalen der teilnehmenden Boote im Startfeld gibt aber doch einen Eindruck davon.

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Irgendwann kehrte dann aber doch die Hochsee-Ruhe ein, wir konnten den Spinnaker setzen und bei leichten Winden auf die große Reise und in der erste Nacht gehen.

 

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Ach ja, was ich noch vergessen habe: Wie üblich haben wir Berge von Lebensmitteln eingekauft und verstaut – wieder mit genauer Stauliste und einem Staumeister, damit man was wieder findet. Wen’s genauer interessiert, schaue bitte wieder im Blog November 2017 nach. Hier nur einmal ein Foto unserer traditionellen Obstaufbewahrung für die heißen Gewässer:

 

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Ja, und die klassische Atlantik-Abendstimmung sieht dann so aus:

 

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Und so verging dann ein Tag wie der andere. Teilweise haben wir eine Woche lang überhaupt nichts an der Segelstellung geändert und sind einfach nur tausend Seemeilen immer geradeaus gefahren. Natürlich baut man dann auch kleine Highlights ein. Z.B. gab es beim “Bergfest” ausnahmsweise eine Flasche Sekt für die Crew oder am 6. Dezember überraschte ich die Mannschaft mit einem Stollen.

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Mit dem Spinnaker konnten wir leider nur ganz kurz segeln, da uns am Spinnakerbaum ein Beschlag gebrochen war. Wir konnten ihn zwar noch so weit reparieren, dass wir damit mit ausgebaumter Genua segeln konnten, aber an weiteres Spinnakersegeln war nicht zu denken.

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und hier dann das fertige Ergebnis:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nachstehende Bild war praktisch wochenlang das, was wir auf unserem Navigationsinstrument unverändert sagen: Wind mit 5 Beaufort aus Osten, Kurs fast genau West (nicht irre machen lassen: Auf der Mitte des  Atlantik beträgt die Missweisung fast vierzehn Grad und sieben Knoten und mehr Geschwindigkeit. Unser bestes Etmal (also die zurückgelegte Strecke von 12 Uhr bis 12 Uhr am nächsten Tag) betrug 173 Seemeilen, das entspricht einem Schnitt von 7,3 Knoten über die vollen 24 Stunden!

 

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Wenn das Segeln dann so wunderschön eintönig st (herrliche Sternennächte, eine wunderschöne 4 Meter-Atlantikwelle von achtern usw.) freut man sich auch schon mal über Kleinigkeiten, die Abwechslung bringen. Zum Beispiel die wunderschönen Sonnenuntergänge auf der Hohen See:

 

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Oder wie wäre es denn mal  mit lagernden und keimenden Zwiebeln?

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Zum Schluss einfach noch mal einige Impressionen von Blauwassersegeln in seiner schönsten Form. Alles weitere kommt dann erst, wenn ich Weihnachten wieder zuhause bin. Jetzt ist erst einmal weiteres Feiern in der KAribik angesagt – der Rumpunsch wartet!

 

So stay tuned!

 

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Es geht wieder los – ab morgen wieder über den Großen Teich

 

Die letzte Woche habe ich in Las Palmas geschraubt, gebastelt, repariert, Ausrüstung gekauft und unsere “Baltica” für die anstehende Atlantiküberquerung vorbereitet. Meine Crew ist schon seit einigen Tagen da und hat mir dabei sehr geholfen. Das hier ist unser Schiff:

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Eine Bavaria 51 Cruiser, dasselbe Modell wie letztes Jahr, nur funkelnagelneu.

Wie immer gab es aber noch einiges zu basteln, bis das Boot so war, wie ich es mir vorstelle:

Wolf Handwerk

Wie im letzten Jahr lade ich Euch ein, meine Reise in die Karibik zu verfolgen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Ich würde mich freuen, wenn viele von Euch uns verfolgen würden. Eine weitere interessante Informationsquelle ist die Facebook-Seite der ARC. Dort werden auch gelegentlich von unterwegs Logbuch-Berichte erscheinen.

Damit melde ich mich erstmal für die nächsten drei Wochen ab. Bleibt mir gewogen und schaut gelegentlich mal herin.

Euer Segelwolf

Wieder unterwegs und noch Plätze frei

Endlich bin ich wieder auf dem Atlantik unterwegs!

Das kalte Wetter, das uns noch von La Coruna in Nordspanien bis nach Lissabon begleitet hat, haben wir nun hinter uns gelassen. Ich bin auf dem Weg nach Gran Canaria, wo ich mich in vierzehn Tagen der ARC anschließen und in die Karibik fahren werde.

Inzwischen liege ich bei schönstem Wetter in der Marina Quinta do Lorde auf Madeira. Heute ist Crew-Wechsel-Tag und ich erwarte meine neue Besatzung.

Die Marina Quinta do Lorde liegt wunderschön gelegen an der äußersten Ostspitze der Insel. Ein Crew-Mitglied ist heute den Berg hochgestiefelt und hat das nachstehende Foto gemacht:

 

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Leider heißt ja Hochsee-Skippern auch schrauben an den schönsten Plätzen der Welt Annoyed, also hier mal ein Bild davon: Abdichtung von Undichtigkeiten in der Segellast, die zu Salzwasser in der Bilge geführt haben.

Wolf Handwerk

 

Wieder Plätze frei in der Karibik

Leider haben ein Freund und seine Freundin aus Krankheitsgründen ihre Teilnahme an unserem Streckentörn St. Maarten nach Santiago de Cuba absagen müssen. Also ist auf der Sea Change II wieder eine Kabine frei geworden. Ihr erinnert Euch vielleicht: Der Törn geht über 800 Seemeilen vom 12.01. – 26.01. 2019, und das zu zivilen Preisen Smile. Wer also Lust auf wunderschönes Passatwind-Hochseesegeln in der Karibik hat, mag sich bei mir unter segelwolf@gmx.de melden. Ich verspreche zwei tolle Wochen auf einem prima Schiff und mit netten Menschen!

Morgen geht es dann weiter nach La Palma, dann berichte ich mehr.

So stay tuned!

 

Termin-Update Segelreisen

Im Moment bin ich gerade mal für drei Wochen zuhause, um allerhand zu regeln, was so anfällt, wenn ich auf See bin.

Den Sommer über war ich viel auf der Ostsee unterwegs. Da gibt es nicht viel interessantes zu berichten, SKS-Ausbildungstörns sind halt nicht so von allgemeinem Interesse – und auch zum 15. Mal nach Klintholm oder Swinemünde auch nichtBe right back.

Eine interessante Sache ist aber doch passiert – in den nächsten Tagen berichte ich darüber. Leider muss ich vorher noch ein paar technische Probleme lösen – mein Laptop hat seinen Geist aufgegeben, und ich muss aus ihm erst noch ein paar Daten herauskitzeln, wogegen sich die Festplatte im Moment noch wehrt.

Heute gibt es vorab wieder mal ein Update meiner Törns, auf denen noch Plätze frei sind:

Für Kurzentschlossene:
27.12. – 10.11. La Coruna – Madeira:
Hier sind noch ein bis zwei Plätze frei.

Die anschließenden Törns:

  • Madeira – Gran Canaria
  • Gran Canaria – St. Lucia/Martinique
  • St. Martin – Santiago de Cuba

sind alle ausverkauft. Frei ist noch:

26.01. – 09.02.2019:
Mitsegeln an Kubas Küste
(Ausgangs- und Endort ist Santiago de Cuba)

09.02.-23.02.2019
Entlang der Küste von Kuba
Santiago de Cuba nach La Havanna (Punta Sotavento)

23.02.-09.03.2019
Von Havanna nach Nassau/Bahamas

Wie Immer: Wer Lust hat mitzusegeln, meldet sich bei mir auf segelwolf at gmx.de und wird von mir dann an den jeweiligen Veranstalter weiter geleitet.

Ach übrigens: Die Zahl der “Wiederholer” wird immer größer. Auf dem 800 Meilen-Törn St. Martin – Cuba im Januar sind fünf der sechs Mitsegler solche Wiederholer – und der sechste wírd von einem solchen mitgebracht. So was freut mich sehr.

So, das war seit langem mal ein Blog ohne Photos. Ich verspreche Euch, der nächste entspricht dann wieder dem gewohnten Standard.

So stay tuned!

…und das Beste zum Schluss: Transatlantik–der Film

Noch einmal geht es um die ARC 2017.

Ein Crewmitglied schneidet seit Monaten an einem abendfüllenden Film über unsere Reise im letzten Winter. Den ganzen Film kann ich Euch natürlich schlecht auf meinem Blog vorführen, aber den hervorragend gelungenen kurzen “Teaser” möchte ich Euch keinesfalls vorenthalten.

Ich möchte Euch einladen, mir Kommentare zu diesem Film zukommen zu lassen, die ich an den Autor weiterleiten werde, der sich darüber sicher sehr freuen wird.

Viel Spaß also mit “Transatlantik unter bunten Segeln”

Nächste Woche fliege ich nach Lissabon und übernehme ein Schiff für meine nächste Reise.

So stay tuned

Segelwolfs Tourenplanung

Man glaubt es kaum:Ich habe im März/April 2018 einen kompletten Törn von über 2.600 Seemeilen gefahren, ohne ein einziges Foto zu machen!

Warum? Mir war einfach nicht danach. Schaut Euch mal das kurze Video an, das ein Crewmitglied gedreht hat, dann wisst ihr, warumFreezing:

Losgefahren bin ich in Puerto de Mogán auf Gran Canaria, da ging’s noch – obwohl 19 Grad für Gran Canaria um die Jahreszeit auch schon zu kalt war. Und von da an wurde es von Tag zu Tag kälter. In Madeira hatten wir dann nur noch 14 Grad, aber das war jo noch warm! Atlantik, Biskaya, Englischer Kanal –jeden Tag wurde es kälter. Der Tiefpunkt war dann in Boulogne-sur-mer in Frankreich erreicht, als wir dort morgens um sieben bei 2 Grad (ZWEI !!!) Celsius losfuhren. Dan fragt man sich gelegentlich, was tu ich hier eigentlich…

Aber es gibt natürlich auch schöne Reisen in die Wärme, und über die wollen wir heute reden. Ausgebucht bin ich als Skipper bereits bis in das Frühjahr 2019! Heute schreibe ich mal kurz auf,  bei welchen Törns mit dem Segelwolf als Skipper noch Plätze frei sind:

16.05.18 – 26.05.18 Malaga – Cartagena – Mallorca
09.06.18 – 30.06.18 Wochentörns in die Dänische Südsee bzw. SKS-Ausbildung ab Kiel
07.07.18- 04.08.18 Wochentörns nach Dänemark, Schweden oder Polen ab Rügen
22.09.18 – 06.10.18 Wochentörns nach Dänemark, Schweden oder Polen ab Rügen
27.10.18 – 10.11.18 La Coruna – Lissabon – Madeira
10.11.18 – 17.11.18 Madeira – Las Palmas
09.02.2019 – 23.02.2019 SW-Küste Kuba –NO-Küste Kuba
23.02.2019 09.03.2019 Kuba – Nassau / Bahamas

Ich bin schon noch eine Reihe weiterer Törns unterwegs –aber die sind alle schon ausgebucht.

Wer also wieder einmal den Segelwolf begleiten möchte, meldet sich am besten bei mir unter www.segelwolf(at)gmx.de und ich leite die Anfrage dann an den entsprechenden Veranstalter weiter. – Ich freue mich immer ganz besonders, wenn Wiederholer wieder mit mir fahren,  auf den nächsten Törns sind es gleich mehrere.

Also überlegt Euch, was Euch interessieren könnte. Wenn nicht: bleibt hier im Blog und erfahrt, was wir alles so unterwegs erleben.

So stay tuned!

Der Rest: Impressionen aus St. Lucia

Nachdem wir ja drei Wochen “trocken” über’s Meer gereist waren, standen jetzt einmal andere Dinge im Vordergrund, z.B. diese hier:

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Zum Feiern gab es genug Gelegenheiten, teil einfach so privat, teils organisiert durch die ARC, wie z.B. dieser Ausflug per Katamaran in einen Nachbarort zu einem dort stadtfindenden kleinen Festival.

Schon auf dem Kat gab es Rum Punch gratis in rauen Mengen, sozusagen zum “vorglühen”.

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Nach dem Dunkelwerden legten wir dann direkt in der Feierzone des Ortes an und wurden sofort in die faszinierende Atmosphäre des feiernden Städtchens hineingezogen. Sicher waren wir die Touristen, für die das –zumindest teilweise – ja veranstaltet wird. Aber genauso viel Spaß hatten die Leute aus St. Lucia an der Party.

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Als erstes verlegte uns eine veritable Steelband den Weg, die ziemlich fette Musik machte.

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Ein Mitsegler nahm das auf Video auf, nicht einfach bei dem vielen Rumgeschubse.

Dazu gibt’s dann noch ein paar Fotos, das Ganze ist ja schon reichlich exotisch, macht aber viel Spaß.

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… und noch ein paar:

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Neben allerlei Essen und trinken kann man auch alles mgliche kaufen. Entweder direkt, sozusagen beim Hersteller in der Fabrik Be right back

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Oder im Laden, der eigentlich ein kleines  Kaufhaus ist, wenn auch mit Technik , die ich in Deutschland das letzte Mal als kleines Kind in den 50ern des vorigen Jahrhunderts gesehen habe.

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Es gab eine Art karibischer Karneval, klein aber nett gemacht – und auch hier sah man mehr Einheimische als Touristen unter den Zuschauern.

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Mädels mit knappen Höschen auf Stelzen sieht man ja auch nicht alle Tage…

Und weil das ja alles in der Bewegung interessanter ist (man beachte die Feuerschlucker) hab ich hier nochmal zwei Videos:

und als letztes:

Spät abends (und nicht mehr ganz nüchtern) ging es dann mit dem Katamaran wieder zurück nach Rodney Bay. Am nächsten Morgen haben wir einen Ausflug in die Hauptstadt gemacht. Fotografiert hab ich da nicht. Wer will, kann das alles hier nachlesen, was ich darüber bei der letzten ARC geschrieben habe.

Unseren Abschiedsabend verbrachten wir in einem Restaurant, das ich noch aus dem letzten Jahr kannte, einem leckeren Grillabend folgte dann noch reichlich Party mit lauter Musik auf der Dorfstraße.

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Danach reiste er erste Teil ab. Ich habe das Schiff noch 25 Seemeilen hinüber nach Martinique gefahren und dort meinem Nachfolger übergeben. Dann ging es mit einem Haufen Gepäck (leider musste ich reichlich Übergepäck zahlen…) über Paris nach Hamburg, wo ich dann am 23. Dezember nachmittags gerade noch rechtzeitig für Weihnachten nach fast drei Monaten auf See eintraf.

Danach waren erst einmal gut zweieinhalb Monate an Land angesagt – die brauchte ich aber auch.

Aber: Nach dem Törn ist vor dem Törn – und wenn ich es so recht bedenke, bin ich bereits bis zum Frühjahr 2019 ausgebucht, es kommen also noch reichlich Reiseberichte auf Euch zu.

So stay tuned!

Atlantikreise 2. Teil

Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, am Ende des ersten Tages auf hoher See. (Wenn man von den Kanaren losfährt, ist man ja praktisch sofort auf der richtig “Hohen See”).

Jedenfalls ließ die Startanspannung langsam nach und es trat die Ruhe des ersten Hochsee-Segelabends ein.

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Die Nacht war ruhig. Ringsherum sah man noch viele andere Yachten, einem teilweise sogar direkt vor der Nase kreuzten, aber die Wachen waren ja mit zwei Mann besetzt, sodass alles problemlos ablief. Wunderschön war dann für alle (die nicht wachfrei hatten und schliefen) der erste Sonnenaufgang auf dem Meer.

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Frühstück draußen mit neun Mann Crew ist schon ein bisschen eng, aber es geht. Wie man sieht, geht es uns verpflegungsmäßig noch ziemlich gut.

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Noch haben wir jede Menge Frischprodukte: Fleisch, Gemüse, frisches Brot und vieles mehr. Natürlich wird das im Laufe der Wochen weniger. Als erstes geht das frische Brot aus, dann das Fleisch und die weniger haltbaren Gemüse. Leider haben wir einige Sachen auch wegwerfen müssen, weil sie entgegen den Erwartungen doch nicht lange gehalten haben. Aber, wie gesagt, noch können wir aus dem vollen schöpfen. Das muss auch, denn neun erwachsene Männer an frischer Luft und mit körperlicher Arbeit entwickeln einen mächtigen Appetit.

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Das Wetter war diesmal ziemlich ungewöhnlich. Alles sprach dafür, die Reise sehr weit im Norden angehen zu lassen, was wir auch taten. Leider waren wir (im Gegensatz zum Sieger, der auch diesen Kurs steuerte) dafür nicht schnell genug, und wir gelangten statt in anständigen Wind in eine ausgedehnte Schwachwindzone. Erst nachdem wir eine neue Wetterberatung an Land eingeholt hatten und dann doch weiter nach Süden steuerten, wurde es besser.

Schlecht war dieser schwächere Wind aber auch nicht, da er uns verschiedene Vergnügungen ermöglichte, die man als Segler ja auch nicht immer hat, wie zum Beispiel ausführliches Spinnakersegeln.

 

Das machte uns am Anfang doch einen ganzen Haufen Arbeit, da die Crew mit dieser Art von Segel wenig bis keine Erfahrung hatte. Diejenigen, die schon mal Spi gesegelt hatten, waren drastisch kleinere Tücher gewohnt. Wenn man dann in die Größenordnung einer Drei-bis Vierzimmer-Wohnung kommt, hat das Ganze dann doch eine andere Qualität.

Hat aber Spaß gemacht und ist einfach auch ein toller Anblick.

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Nachts haben wir aber aus Sicherheitsgründen das Ding immer geborgen und sind unter ausgebaumter Genua gefahren.

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Irgendwann schlief der Wind aber dann doch komplett ein, sodass wir anderen Vergnügungen näher treten konnten. Baden Tausend Kilometer vom Strand und auf 4.000 Meter Wassertiefe hat man ja auch nicht alle Tage. Das Wasser hatte hier schon um die 24 Grad und wurde im Laufe der nächsten Wochen immer wärmer.

Allein waren wir auch nicht, relativ häufig hatten wir – auch für längere Zeit – Begleiter der verschiedensten Art, wie zum Beispiel diese hier.

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Obst hatten wir ja nach ein paar Tagen immer noch genug, wie man sieht

 

 

 

 

 

 

Aber das Fleisch ging langsam dem Ende entgegen. Das lag unter anderem daran, dass wir natürlich die zwei vorhandenen Kühlschränke nicht die ganze Zeit durchlaufen lassen konnten. Trotz 200 Watt zusätzlicher Solarpower mussten wir täglich für einige Zeit die Maschine laufen lassen, um die Batterien nachzuladen.

Aber Fleisch ist ja nicht das einzige frische, was man essen kann. Wenn wir schon an der Quelle sitzen, ist natürlich auch Fisch angesagt. Also wurde fleißig geangelt – und im Gegensatz zu vielen anderen Törns von mit auch reichlich was gefangen:

 

 

 

 

 

 

 

Wie zum Beispiel diese fette Dorade von mehreren Kilo:

Über das, was danach kommt, bis der Fisch dann auf dem Tisch ist, decken wir mal den Mantel des Schweigens, das ist nicht jedermanns Sache. Auf jeden Fall war Fisch eine erhebliche Bereicherung unseres Speiseplans.

Zur täglichen Routine gehört natürlich auch die Körperpflege. Auch das geht natürlich auf dem Atlantik anders als zuhause oder in Regionen, wo man jeden Abend in einem Hafen liegt.  Süßwasser ist ja rationiert, also duscht man per Hand und mit Salzwasser.

Das System wurde im Laufe der Wochen verfeinert durch den einsatz eines Dusch-Assistenten, der den Duschenden fleißig mit mehreren Eimern Wasser begoss.

Aber nicht immer war es so still. Irgendwann kam dann der Wind, und zwar teilweise so kräftig, dass man deutlich gerefft raumschots segeln musste.

  Gottseidank war ich ja mit einer ganzen Reihe von Technikern und Ingenieuren unterwegs. Das hilft sehr, wenn mal was kaputt geht oder was zu montieren ist. Aber auch für Probleme des Alltags sind Ingenieure brauchbar. Zum Beispiel wenn der Küchenchef Eischnee oder geschlagene Sahne braucht, aber kein Schneebesen, geschweige denn eine Küchenmaschine an Bord ist. Man (der Ingenieur) kann dann mittels Tape, einem Akkuschrauber und einer Gabel einen hervorragend funktionierenden elektrischen Schneebesen bauen:

 

 

 

 

 

 

Und so trat dann immer mehr Routine ein. Tage auf See wurden zu Wochen auf See. Die Tageshöhepunkte waren dann entweder Spinnakersegeln, ein gefangener Fisch oder die tägliche “Mittagslage”, bei der der Skipper die Crew über alle wichtigen Dinge informierte, wie

  • das Etmal der letzten 24 Stunden
  • wie ist unsere Mittagsposition
  • wo liegen wir im Vergleich zu unseren direkten Mitbewerbern
  • wie sind die verschiedenen Wettervorhersagen für die nächsten 24 Stunden und
  • was hat das für Auswirkungen auf den zu steuernden Kurs und zuletzt
  • die täglichen Nachrichten der ARC: Wer ist ausgefallen, hat es irgendwelche Notfälle gegeben usw.

Diese “Lage” wurde zum Ritual, an dem alle sehr interessiert waren.

Und so wechselten sich Abend und Morgen immer wieder ab und die Zahl der wunderschönen Sonnenauf- und Untergänge nahm zu.

 

 

 

 

 

Morgens fanden wir dann öfters Besucher an Deck, die anlässlich einer verirrten Landung an Bord verschieden sind:

Wir haben natürlich auch das als Bereicherung unseres Speiseplans entdeckt, wie nachstehendes Bild zeigt

(kleiner Scherz – bitte nicht für bare Münze nehmen Zwinkerndes Smiley)

Was wir wirklich fingen, war dann doch gewaltiger und ein absolutes Highlight der gesamten Reise. Ein Wahnsinnsfisch biss an –und im Gegensatz zu diversen anderen großen Fischen liess er sich nach längerem Kampf auch wirklich an Bord ziehen und riss sich nicht spätestens beim Hochhieven los. Bis dahin wehrte er sich aber heftig. Eigentlich hätten wir dafür sogar die Segel bergen müssen. Dafür war aber beim Kampf mit dem Vieh keine Zeit, sodass ich beschloss, das Schiff einfach beizudrehen, was dann gut funktionierte.

Unten rechts sieht man den Haken, mit dem der Kerl dann letztlich an Bord gehievt wurde. Als Skipper musste ich da gelegentlich doch sehr auf die Sicherheit der Mannschaft pochen, die da freihändig und ungesichert auf der Badeplattform herumturnen wollte.

 

 

 

 

 

 

 

Und gestatten, ich darf Euch den Rekordfisch dieser Reise vorstellen: Ein White Marlin mit gemessenen 198cm Länge und knapp dreißig Kilo Gewicht. Lars ist mit Recht stolz darauf, ihn aus dem Wasser geholt zu haben – und der größte Teil der Mannschaft half dabei.

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Und so sieht das dann aus, wenn er zum Braten vorbereitet wird:

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Insgesamt haben wir mit neun Leuten an diesem Fisch drei Tage lang gegessen – und zwar meist sogar schier, d.h. ohne Kartoffeln, Gemüse etc. weil er erstens grandios schmeckte und zweitens riesig war. Das gab für jeden Stücke groß wie Steaks.

Wegen der Dauerbraterei haben wir das dann drinnen verzehrt – und der Nachtisch hing ja direkt über uns…

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Der Skipper ist ja auf so einer Reise vielfach gefragt. Neben der Kümmerei um die Navigation und alle anderen schifsstechnischen Belange…

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…ist er auch mitzuständig für die musikalische Bespaßung…

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…und auch das Brotbacken wurde durch ihn erledigt.

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So gingen die Tage herum. Abends wurde dann meist der Spinnaker geborgen, um aus Sicherheitsgründen mit Genua zu fahren ( Es gibt ja die berühmt-berüchtigten Squalls, die kurzfristig mit Regen und Starkwind ihr Unwesen treiben)

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Warm genug war es ja inzwischen auch nachts und so sieht es ja fast schon gemütlich aus

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Und trotzdem ist die Wache nachts um drei Uhr immer ziemlich ungemütlich, aber aufgrund des rotierenden Wachplans kam ja jeder mal dran. Es ist übrigens ganz unterschiedlich, wie die die einzelnen Wachteams diese Nächte in Angriff nahmen. Alles war möglich: Zwei diskutieren drei Stunden ununterbrochen und geben so ihren Beitrag zur Weltrettung. Wieder andere übertreffen sich darin, sich drei Stunden lang gegenseitig anzuschweigen und ihren Gedanken nachzuhängen, was genauso legitim ist.

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Aber irgendwann so nach drei Wochen war es dann soweit: Die Karibik war erreicht und wir bereiteten uns auf den Zieleinlauf in der Rodney Bay auf St. Lucia vor. Erst mal die Karte anschauen und vor allem die St. Lucia Gastlandflagge bereitlegen.

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Irgendwann fiel dem Skipper auch noch rechtzeitig ein, dass wir ja hier nicht in der EU sind, also schnell noch zusätzlich die gelbe Quarantäneflagge heraussuchen.

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Und dann war es endlich soweit: Die Insel kam in Sicht und nach insgesamt 3.220 Seemeilen passierten wir die Ziellinie!

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Und so sieht eine Crew aus, die es nach 23 Tagen geschafft hat:

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Dann noch kurz in den Hafen einlaufen (das war toll – alle Yachten, an denen wir vorbeifuhren, hupten und winkten zur Begrüßung, am Steg stand die Steelband und die ARC-Crew mit dem Begrüßungs-Rumpunsch und dem Früchtekorb). Dann kam noch das offizielle Crew-Ankunftsfoto und die Crew sang das extra für diesen Anlass geschriebene Estrella-Lied zur Belustigung des ganzen Stegs.

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Und ab dann wurde gefeiert –  aber was danach noch kam, kommt dann im nächsten Blog – dieser hier ist ja weiß Gott lang genug geworden.

So stay tuned!

Ach ja, zum Schluss noch eine Bitte Eures Bloggers:Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es von Euch mehr Feedback geben würde, ob direkt auf dem Blog oder über Facebook und Twitter ist egal. Hauptsache bei Eurem Schreiberling kommt an, dass da draußen das überhaupt jemand liest.

Also ahoi und bis zum nächsten Mal.

Wieder über den Atlantik

Mein letzter Post ist schon ein bisschen her – aber wenn man drei Monate auf See war, stauen sich halt zuhause viele Dinge an, die erledigt werden müssen, und das hatte nun mal Vorrang.

Der geneigte Leser erinnert sich: Er hat mich verlassen, als ich gerade nach dem doch heftigen Ritt über Nordsee, Kanal und Biskaya das Schiff wieder in Ordnung brachte und für die Atlantiküberquerung vorbereitete. Dafür stand mir eine Woche zur Verfügung. Wozu musste diese Woche noch dienen?

  • sicherheitstechnische Abnahme durch den Inspektor der  ARC Atlantic Rally for Cruisers
  • kleinere Reparaturen
  • zusätzliche Montage von Solarpanels zur Stromerzeugung auf dem Atlantik
  • Integration aller Crewmitglieder um ein Team zu schaffen.

Gerade zu dem letzten Punkt ist die Organisation der ARC Atlantic Rally for Cruisers recht hilfreich, unter anderem durch die Organisation eines Kostümfests, das in diesem Jahr unter dem Motto “Unterwasser-Kreaturen” stand. Unsere Crew lief dort in voller Mannschaftsstärke auf.

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Dazu gehört auch die Parade aller beteiligten Nationen – in diesem Jahr waren es 38 – durch den Hafen, die immer viele Zuschauer anzieht.

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Zwischendurch sitze ich natürlich herum und muss vielerlei planen: Wer nimmt an welchen Vorbereitungsseminar teil, wie teile ich die Kabinen und die Wachen auf, Proviantplanung und vielerlei mehr.

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Dann wieder ARC-Veranstaltungen wie z.B. das traditionelle Feuerwerk über der Marina, das immer viele Ooohs und Aaaahs hervorruft. Dazwischen dann immer wieder Kontakte mit anderen Schiffen, die sich auf die Rally vorbereiten, so z.B. mit einer sehr netten Familie aus der Gegend von Wiesbaden mit einer Halberg Rassy, aber dazu später mehr.

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Was ein bisschen nervig sein kann, sind die unzähligen “Anhalter”, die durch den Hafen schleichen und eine Mitfahrgelegenheit in die Karibik suchen. Die zurückhaltenderen pflastern nur den Hafen mit ihren Mitfahrgesuchen, wie diese hier:

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Eine der komplexesten Sachen bei so einem Blauwassertörn ist die Proviantplanung. Auch nach mehreren Langtörns lerne ich da immer noch dazu. Auf jeden Fall ist es ganz erstaunlich, was für abenteuerliche Mengen man bei einer so großen Crew einkaufen und an Bord verstauen muss. Bis auf einige Hinweise bei der Planung habe ich das die Crew allein machen lassen, wobei wir vorher eine Delegation zum Seminar Verpflegungsplanung geschickt hatten.  Die Getränke konnte man über eine Liste bestellen, die dann separat angeliefert wurde – Gottseidank, denn über dreihundert Lieter Wasser in Flaschen wollten wir nicht durch die halbe Stadt schleppen.

Was ziemlich viel Arbeit macht, ist der Haupteinkauf im Supermarkt, wie man sieht.

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Der November ist Ausnahmezustand in den Supermärkten von Las Palmas, aber so einen Kassenbon sieht auch die Kassiererin nicht aller Tage…

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Wie das alles verstaut wird, lässt sich praktisch nicht fotografieren, deshalb hier nur ein kleiner Ausschnitt aus unserer Stau-Arbeit.

 

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Auf so einem Schiff ist zwar viel mehr Platz als man glaubt, also war es überhaupt kein Problem, diese Mengen unterzubringen. Allerdings muss man das ganze auf viele, viele Staufächern an allen möglichen Ecken und Enden unterbringen. Also hilft es nichts: Man muss einen Staumeister ernennen, der sich darum kümmert, wo alles verstaut ist, damit man es wiederfindet, wenn man es braucht. Das führt dann – je nach Crew – zu teilweise abenteuerlichen Stauplänen, die aber notwendig sind.  Und so hing dieser Plan dann auch vier Wochen lang an der Wand:

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Aber nach all diesen Vorbereitungen kam dann endlich der Tag des Starts. Am Morgen war noch alles friedlich und still.

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Aber am späten Vormittag machten sich dann so langsam alle zweihundertvierzig Schiffe auf den Weg zur Startlinie. Für alle, die dabei sind und auch für die Massen von Zuschauern, die den Hafen bevölkern.

Auch unsere Stegnachbarn, die “ Mad Monkeys”, machten sich auf den Weg in die Karibik:

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So langsam brachen wir alle auf, um in einer nicht enden wollenden Kiellinie den Hafen zu verlassen. Die Musik, die Verabschiedung per Lautsprecher und die Kaimauern, die schwarz von  Menschen sind, schaffen ein bleibendes Erlebnis.

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Für den Skipper und Rudergänger waren das anstrengende Momente. Das fehlte noch, dass man kurz vom dem Start in diesem Gedränge noch  mit jemand zusammenrasselte. Aber sobald man dann draußen auf dem Atlantik ist, wird es besser – wenn auch alles die kreuz und die quer fährt um zum richtigen Zeitpunkt um Punkt 13 Uhr die Startlinie zu überqueren.

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Aber wenn dann die Startlinie überquert ist und wir auch dem Weg sind, kehrt langsam Ruhe ein. Ab jetzt geht es ja drei Wochen immer geradeaus…

Jetzt zu Beginn sind noch alle dicht beisammen. Es dauert aber kaum zwei, drei Tage, dann sieht man niemand mehr, es verteilt sich sehr schnell alles sehr auf dem weiten Atlantik.

Und dieser Atlantik empfängt uns zunächst mit herrlichem Segelwetter. Diese Armada mit bunten Segeln ist ein beeindruckender Anblick.

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Der Abend naht, und für den Skipper wird es Zeit, den ersten Wachplan für die Crew vorzulegen. Da wir ausreichend Leute sind, habe ich den Vorteil, mich wachfrei stellen zu können. Auf den bisherigen Etappen meiner Reise war das ja anders. Ich musste mangels ausreichend Crew selbst mit Wache gehen, und war natürlich als Skipper auch außerhalb meiner eigenen Wachzeit laufend an Deck. So bildete ich vier Wachen a zwei Personen und blieb selbst frei, immer dann auszuhelfen und an Deck zu sein, wenn es notwendig war.

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So segelten wir dann in unsere erste Nacht auf See, der noch viele weitere folgen sollten.

Aber das schildere ich in der nächsten Folge.

So stay tuned.

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