Was sonst noch war

Gerade sind wir in Sizilien angekommen. Der Ort heißt  San Vito lo Capo und liegt an der äußersten Westspitze Siziliens. Von Porto Teulada auf Sardinien waren es hierher ziemlich genau 200 Seemeilen oder 370 Kilometer. Gefahren sind wir das in weniger als 32 Stunden, was für ein gemütliches Fahrtenschiff. Aber auch das läuft gut bei Windstärke fünf von hinten… Verabschiedet haben wir uns von Sardinien am Kap Spartivento. Allen, die den deutschen Funkschein SRC oder LRC gemacht haben, dürfte dies Kap wohlbekannt sein – es kommt nämlich in einer der

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Sailflash: Naturereignis

Da segeln wir bei mehr oder weniger miesem Wetter an der Westküste Sardiniens entlang und plötzlich sehe ich vor mir eine riesige Windhose.  Daneben stak noch ein weiterer Auswuchs aus der Wolke herab, hat es aber nicht bis auf den Boden geschafft. Vorsichtshalber haben wir alle Segel weggenommen, wir wußten ja nicht, in welche Richtung sie zieht. Fast eine halbe Stunde blieb das Teil erhalten. In Wirklichkeit sieht sie beeindruckender und bedrohlicher aus als auf dem Foto.

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Sturmritt übers Mittelmeer

Ich habe immer noch Probleme mit meinem Laptop. Nach dem großen Virusbefall ist zwar soweit wie möglich alles wieder ok, aber seltsamerweise lassen sich einige Programme trotz Neuinstallation nicht starten. Ich hab noch nicht herausgefunden, warum. Leider ist davon auch mein USB UMTS Stick betroffen, sodass ich immer bis zum nächsten WLAN warten muss, bis ich was übertragen kann. Als wir am Donnerstag Mittag in Menorca die Leinen loswarfen, um nach Sardinien zu segeln, wußte ich natürlich schon, dass da einiges auf uns zukommt bei diesem Schlag von 200 Meilen

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Auf Menorca und vor dem Übernachtschlag

Nachdem wir die Ostküste Mallorcas entlanggefahren waren (keine Bilder von mir – kennen eh die meisten) sind wir vorgestern über den “Canal de Menorca” nach Menorca gedüst – gedüst im wahrsten Sinne des Wortes, denn völlig ungewöhnlich für meine Törns der letzten Wochen hatten wir den dritten Tag mit ausreichend Wind. Übernachtet haben wir vor Anker in der “Cala Macarella” an der Südseite Menorcas. Eine wunderschöne kleine Ankerbucht, die ich schon mehrmals aufgesucht habe. Landschaftlich wunderschön, leider bei dem z.Zt, herrschenden Südostwind völlig offen und deshalb schaukelmäßig nichts für empfindsame

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Der Segelwolf ist wieder da

Ich bekomme schon besorgte Anrufe und Mails, wieso ich nichts mehr von mir hören lasse. Das hat mehrere Gründe. Der unangenehmste und langwierigste: Ich hatte mir auf meinem Netbook einen unangenehmen Virus eingefangen, der dafür sorgte, dass ich kein einziges Programm mehr aufrufen konnte – auch nicht meinen Webbrowser. Also konnte ich nicht einmal googeln, was damit zu tun sei. Dank der Hilfe meines Neffen Michael (Dir sei an dieser Stelle dafür nochmals herzlich gedankt) läuft die Kiste jetzt wieder einigermaßen. Noch nicht komplett, aber ich kann wenigstens wieder arbeiten.

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Abschied von Sizilien

Einmal ganz herum um Sizilien bin ich jetzt gefahren. Fast siebenhundert Seemeilen mit Eindrücken der unterschiedlichsten Art. Ich komme bestimmt auf manches, was mich interessiert hat, noch einmal zurück. Zum Beispiel auf die Frage, warum die vier größeren Städte hier, Messina, Palermo, Catania und Siracusa so extrem unterschiedlich sind. Abschied nehme ich nicht nur von diesen Großstädten, sondern auch von kleinen Orten malerischer Art wie Cefalú, wo man noch solche Karren sieht, die mich sehr an Costa Rica erinnern. (Wer mein Haus bzw. mein früheres Büro kennt, mag sich an

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Das beste an Sizilien ist der hiesige Fisch

Hier noch ein paar Impressionen von den Dingen, die man hier so zu essen bekommt. Fisch und Meeresgetier gibt es in allen Variationen. Besonders beliebt sind Brassen jeglicher Art, Thunfisch und vor allem Schwertfisch. So sieht das denn alles im Rohzustand aus: Abenteuerlich ist, wie der Schwertfisch in der Strasse von Messina gefangen wird. Die Fischer fahren ja mit relativ kleinen, aber sehr kräftigen Booten umher, die einen abenteuerlichen Aufbau tragen. Leider habe ich ihn mit der Handykamera, die ich diesmal als einziges dabei hatte, nicht vollständig aufs Bild bekommen.

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Syrakus – die einst mächtigste Stadt der Welt entdecken

Syrakus – oder auf italienisch Siracusa – ist seit tausenden von Jahren ein hochinteressantes Pflaster. Natürlich sieht man nichts mehr davon, dass hier Platon lehrte, die berühmtesten Dichter des Altertums wie Aischylos schrieben und Archimedes Kriegsmaschinen erfand. Man sieht auch nichts mehr davon, dass Syrakus über viele Jahrhunderte das Zentrum des Islams in Europa war, oder dass alle, die im Laufe der Jahrhunderte Süditalien und Sizilien eroberten, hier mal ihre Spuren hinterlassen hatten. Welche Folge von Völkern hier in der Gegend durchzog, kann man ja in meinem vorigen Artikel über

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Mehr Malta

Malta besteht aus drei bewohnten Inseln (Malta selbst, das kleinere Gozo und das ganz kleine Comino, dazu noch ein paar unbewohnte Inselchen. Der “Zwergstaat” ist etwas kleiner als die Stadt Bremen, aber immerhin doppelt so groß wie Liechtenstein. Es gibt 417.00 Einwohner, was dazu führt, dass die Bevölkerungsdichte pro Quadratkilometer recht hoch ist, nämlich die fünfthöchste der Welt. Die erstaunlichste geologische Eigenschaft von Malta: Es gibt auf der Insel keine Flüsse und Seen! Resultat bzw. Ursache: Malta ist nach Angaben der Vereinten Nationen das wasserärmste Land der Erde und beim

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Eine Reise wert: das faszinierende Malta

Malta ist ein faszinierendes Pflaster, das aus vielerlei Gründen einen Besuch wert ist. Da ist zum einen die Hauptstadt Valetta mit einem der schönsten Naturhäfen (eigentlich sogar zwei), die ich kenne. Wie in vielen solchen Städten ist es einfach am schönsten, sie von See her anzulaufen. Kein Vergleich mit dem Landen auf irgendwelchen Flughäfen weit draußen. Wer so auf Malta zufährt und in den Hafen einläuft, wird dabei mit solchen Ausblicken belohnt: Das ist alles  nur der Ausblick von draußen. Schaut mal auf dem letzten Bild rechts vor das Segelboot:

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…und er segelt doch noch

Ich habe mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet – und schon bekomme ich Mails: “Was ist denn los? Warum schreibst Du nix?” Der Grund ist ganz einfach: Wir haben bereits am ersten Tag des neuen Törns, also am vergangenen Sonntag Sizilien verlassen und sind in einem langen Schlag von 80 Seemeilen nach Malta gesegelt. Auf See funktioniert mein UMTS-Stick am Laptop sowieso nicht. Und erstaunlicherweise hat mein Prepaid-Internet-Chip von Vodafone Italia in Malta gestreikt. Roaming wollte er nicht und behauptete glatt, mein Guthaben wäre alle. Also musste ich warten,

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weiter im Süden von Sizilien

Heute ist Samstag und Crew-Wechsel. Die letzte Crew habe ich heute morgen verabschiedet (bis auf einen, der  noch eine weitere Woche bleibt) und die neuen sind gerade angekommen. Zur Zeit ist die gesamte Mannschaft im Supermarkt, da bleibt etwas Zeit für’s Bloggen. Wir liegen hier in Licata im Süden Siziliens und genießen die funkelnagelneue wohl beste Marina ganz Siziliens. Es ist Genuss pur, nicht nur mal wieder an Land duschen zu können (erstaunlich wie viele Yachthäfen es hier komplett ohne Sanitäreinrichtungen gibt), sondern dabei geradezu in Luxus schwelgen zu können.

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Ach war das schön

Liebe Segelwolf-Freunde, heute gibt’s mal keine Reisebeschreibung, keine Kultur, keine Segelerklärungen. Nichts, nur ein kleiner persönlicher Eindruck. Ich habe heute einen der schönsten Segeltage der letzen Jahre hinter mir. Diejenigen Freunde, die selbst segeln, können das vielleicht nachempfinden: In Marsala heute morgen aus dem Hafen, nach 300 Metern Segel gesetzt und Maschine aus, dann 45 Seemeilen raumschots und vor dem Wind bei Windstärken zwischen 4 und 6 mit bis zu 9 Knoten in Rauschefahrt dahin gebrettert, 300 Meter vor dem Hafen Sciacca die Segel fallen lassen, reinmotort und die letzte

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Sizilien mal anders herum

So, seit Sonntag bin ich wieder unterwegs. Leider mit ziemlicher Verspätung: Bei unserem Mitreisenden Jon hatte die Lufthansa (bzw. Air Dolomiti im Codesharing) das Gepäck verbummelt. Die Telefoniererei dazu dauerte ziemlich, bis feststand, es kommt Sonntag nicht mehr. Dadurch (und auch wegen meiner wie immer sehr gründlichen Einweisung von mehreren Stunden) sind wir so arg spät weggekommen, dass wir unser ursprüngliches Ziel nicht erreichen konnten.     Wir beschlossen dann, nach Balestrate zu gehen, weil die Strecke entsprechend kürzer war. Die Seehandbücher waren über diesen Hafen geteilter Meinung: Die einen

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Der Segelwolf ist wieder unterwegs!

Der geneigten Öffentlichkeit teile ich mit, dass ich seit vorgestern wieder auf der ja schon allseits bekannten ORION bin Mittwoch früh flog ich von Frankfurt über Rom nach Palermo.  Das war schon wieder ein Ereignis für sich. Erstens war ich Esel beim Packen so blöd, dass ich meine beiden Takelmesser in meinen Handgepäcks-Rucksack geworfen habe. Das fiel natürlich prompt beim Durchleuchten auf und ich durfte sie abgeben. Dann traf mich irgendeine Zufalls-Entscheidung und ich mußte zwanzig Minuten warten, bis irgendwelche Flughafen-Wichtel meine  Texas-Instruments Taschenrechner auf Sprengstoffspuren untersucht hatten. Anschließend betrat

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Nachlese und Ausblick

So in den Wochen zu Hause nach einem so langen Törn von zweieinhalb Monaten ist natürlich unheimlich viel zu erledigen. In der Firma ist so manches zu klären, die Steuer wartet, dass ich mich erkläre, mein Zahnarzt Armin musste ein paar Zähne ziehen und einen neuen Dübel einsetzen und, und, und… Dazu kommt natürlich meine Geburtsfeier morgen, zu der meine Frau ein paar Freunde eingeladen hat und für die es noch vorzubereiten gilt (wenigstens das Wohnzimmer aufräumen…) Zwischendurch will ich mich aber mal kurz melden und als Nachlese zum letzten

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Abgemustert

Über den letzten Schlag von Menorca nach Palma de Mallorca gibt es ausnahmsweise mal nichts nennenswertes zu berichten . außer dass wir ENDLICH mal ausreichend Wind hatten und am Mittwoch insgesamt sechzig Meilen segeln konnten, was die Moral der Crew deutlich verbesserte. Übernachtet haben wir in einer eigentlich ganz hübschen Ankerbucht, Cala Mondragó in der Nähe von Cala Figuera. Leider war sie gegen den vorherrschenden Wind mit dazugehörigem Schwell nicht sehr gut geschützt. Das ging aber, solange die Wellen gegen den Anker von vorne kamen. Leider drehte der Wind nachts

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Menorca sollte man erlebt haben

Menorca, die kleine Schwester Mallorcas, ist mittlerweile meine Lieblingsinsel im Mittelmeer. Zwar touristisch und gut erschlossen, aber trotzdem noch viel Ursprüngliches – und ein geschichtsträchtiges Pflaster, wie wir gleich sehen werden. Besiedelt ist die Insel ununterbrochen seit der Jungsteinzeit vor fast achttausend Jahren. Wer sich dafür interessiert, kann auf Menorca Mengen steinzeitlicher Zeugen sehen oder in Museen vielerlei Dinge aus der Bronzezeit. Noch heute werden laufend neue hochinteressante archäologische Stätten entdeckt. Danach haben sich die Eroberer hier förmlich die Klinke in die Hand gegeben und alle haben ihre Spuren hinterlassen:

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Eine interessante Perspektive

Heute gibt es keine neuen Informationen, sondern nur ein kleines Filmchen, dass unsere Orion mal aus einer ganz anderen Perspektive zeigt. Ich danke Sebastian W. aus Z. dafür, dass ich diesen Film hier zeigen darf. [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=4ANV1PwnZIA] Aufgenommen wurde dieser (und die anderen Filme in meinem Blog übrigens mit der GoPro Kamera, wohl einer der faszinierendsten Kameras überhaupt. Schaut Euch mal den Film hinter dem GoPro-Link an.

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